Kein friedliches Ostern für Bautzen?!

Nachdem zuletzt „Der Widerstand/ Bautzen bewegt sich“ seine Demonstration auf Grund unzureichender Teilnehmer*innen absagen musste, plant an diesem Samstag, den 26.03.2016, die rassistische Initiative „Bautzen steht auf“ erneut eine „Großdemonstration“ durch Bautzen. Unter dem Motto „Vereint sind wir stark“ sind zahlreiche bekannte Redner*innen der neo-nazistischen Szene eingeladen. Dabei werden sie tatkräftig von „Thügida/ Wir lieben Sachsen“ unterstützt, wobei mit zahlreichen angereisten Neo-Nazis und Nazistischen Hooligans zu rechnen ist.

Da das Mobilisierungspotenzial, welches zuletzt verloren gegangen war, nur aus den ansässigen rechten Sportgruppen bestand, wird erneut unter dem Deckmantel einer vermeintlich friedlichen Bürgerbewegung geworben, um den „besorgten Bürger“ auf die Seite festgefahrener Rassist*innen und Hetzer*innen zu ziehen. Doch beim Blick hinter die Kulissen zeigt sich, dass es sich um offen rechts-radikale Kräfte handelt, welche am Ostersamstag durch Bautzen marscheiren wollen:
– von Ester Seitz, welche durch die radikale Abspaltung von Pegida „Widerstand Ost/West“ deutschlandweit als völkisch-nationalistische Hetzerin bekannt wurde,
– über Alexander Kurth, ehemaliges führendes Mitglied der NPD, nun Landesvorsitzender der Partei „Die Rechte“ und zuletzt Kuschelfreund von Daniela Stamm,
– bis zu Melanie Dittmer, mittlerweile ansässig in der „Identitären Bewegung“ und somit selbsternannte Intellektuelle der neuen extremen Rechten in Deutschland,
– und nicht zuletzt David Köckert, ebenfalls ehemaliger NPD-Funktionär und nun Initiator der extrem rechten Thügida-Bewegung.
Thügida wurde offiziell von Pegida als „Schwester“ abgewiesen, mit der Begründung sie wären zu radikal und bürgerlich nicht anschlussfähig. Das durchgehend rechte Publikum mit Bezügen in das verbotene „Blood&Honour“-Umfeld auf den hetzerischen Veranstaltungen in ganz Thüringen und mittlerweile Sachsen bestätigt dies.

Demonstrationen zu Ostern? Und das Ganze in Bautzen? In der sorbischen Hauptstadt der christlichen Lausitz?
Ist das euer Ernst? Nein verdammt! Das Problem heißt rassistische und faschistoide Kackscheiße!
Die gestörte Oster-Ruhe und auch das beschmutzte Heimatbild ist hier das kleinste Übel. Menschenfeindlicher und diskriminierender Hetze gilt es sich immer und überall entgegenzustellen! Dieser Hass ist beschämend entgegen der Unruhe zur Ostermesse. Wo bleibt der Aufschrei der Zivilgesellschaft?
Nach dem Brand der geplanten Flüchtlingsunterkunft am Husarenhof war das Entsetzen groß. Fast jede*r Bautzner*in übte sich danach in Abgrenzung und beteuerte, dass es doch kein rechtes Problem in ihrer Stadt gäbe. Doch nur wenige Wochen später spazieren eben diese geistigen Brandstifter erneut durch die Innenstadt und verbreiten ihren völkischen Hass. Grund dieses Problem anzugehen, sollte dabei nicht die vorgeschobene Religionsausübung sein, sondern der gesunde Menschenverstand gegen dieses braunen Rattenfänger. Dabei sollte Mensch sich weder verstecken, noch jammern und auch nicht das Problem aus der Innenstadt weg verschieben um den Frieden zu wahren.

Solche festgefahrenen Strukturen gilt es offen zu legen und zu bekämpfen. Ob laut auf Demonstrationen, kreativ auf diversen Veranstaltungen oder einfach konsequent im Alltag. Lasst uns das Problem gemeinsam angehen!

Solidarität ist eine Waffe im Kampf gegen braune Parolen! Lasst uns zusammen einstehen gegen menschenverachtende Hetze – egal wann und egal wo!

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