Bautzen bleibt bunt und solidarisch

Als am Freitag dem 18. März die rechte Gruppierung „Der Widerstand / Bautzen bewegt sich“ durch die Innenstadt marschieren wollte, setzten bis zu 150 Menschen in Bautzen ein Zeichen gegen die braunen Parolen der selbsternannten „besorgten Bürger“, deren Marsch, auf Grund zu geringer Teilnehmerzahl, nicht durchgeführt werden konnte. Hingegen unterstrich das breite Bündnis, unter anderem aus Geflüchteten, Pat*innen von „Bautzen bleibt bunt“ und vieler junger Menschen, das Motto „Unsere Solidarität gegen braune Parolen – Refugees Welcome!“ mit guter Stimmung, lauten Sprechchören, bunten Plakaten und Transparenten.

Gegen 18:30 sammelten sich die übrig gebliebenen, sichtbar aggressiven Neo-Nazis, auf dem Kornmarkt um die Teilnehmer*innen der Gegenkundgebung einzuschüchtern und legten es mit ihrem provokativen Auftreten auf eine Eskalation an. Die Polizei war mit der Lage anfangs sichtlich überfordert, zog danach aber schnell zusätzliche Kräfte zusammen um den Menschen, welche für ein weltoffenes Bautzen Gesicht zeigten, eine sichere Abreise zu ermöglichen. Was den selbsternannten Widerstand angeht bleibt lediglich fest zu halten, dass seine gewollte bürgerliche Fassade endgültig in sich zusammen gefallen ist und dass eine Kundgebung oder gar ein Marsch durch Bautzen nur mit massiver Unterstützung anderer rassistischer Gruppen aus Sachsen möglich ist.

Bautzen stellt sich quer – Siamo tutti antifascisti!

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