Naziaktivitäten melden!

meldenOb rechte Plakate, Aufkleber an den Laternen oder Nazischmierereien, Nazitreff in der Gaststätte, Angriffe oder Drohungen oder der Thor Steinar tragende Nachbar. Es ist für aktive Antifaschist*innen enorm wichtig, über solche Vorfälle informiert zu werden. Nur so können Neonazis wirkungsvoll bekämpft und Öffentlichkeit über ihre Umtriebe hergestellt werden. Dabei ist jede Information gefragt, auch dann, wenn sie auf den ersten Blick nicht wichtig erscheint. Grundsätzlich sollten Beobachtungen so schnell wie möglich aufgeschrieben werden, denn ein längerer zeitlicher Abstand zum Ereignis erhöht die Wahrscheinlichkeit, relevante Details zu vergessen. Selbstverständlich sind auch andere Beobachtungen von Bedeutung.

Die schwindende Öffentlichkeit durch das sinkende Mobilisierungspotential der Nazis und Rassisten täuscht! In Bautzen gibt es seit Jahren aktive und gewalttätige Neonazis, welche nicht davor zurückschrecken Menschen mit vermeintlichem Migrationshintergrund, politisch Andersdenkende oder einfach nur Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, anzugreifen. Wir fordern euch hiermit auf, uns Naziaktivitäten in euren Gegenden zu melden.

Zum melden könnt ihr dieses Kontaktforumlar verwenden oder uns alternativ wie gewohnt eine E-Mail schreiben. Unsere E-Mail-Adresse und PGP-Key findet ihr unter Kontakt.
Trotz Verschlüsselung gilt: Überlegt euch genau was ihr schreibt. Heldengeschichten haben dort nichts zu suchen. Gefährdet nicht euch oder andere.

Wissenswertes


  • Informationen sind dann etwas wert, wenn sie so präzise und detailliert wie möglich sind.
  • Auf Wunsch werden eure Angaben komplett vertraulich behandelt.
  • Es liegt an euch, wie anonym ihr bleiben wollt. Falls ihr Rückfragen ermöglichen möchtet oder eine Antwort erwartet, müsst ihr eine gültige E-mail-Adresse angeben.

Weitere Unterstützung


Am besten ist, wenn ihr beides zeitnah erledigt. Falls ihr die persönliche Kontaktaufnahme scheut, können wir eure Informationen gern auch anonym weiterleiten.

Solidarität ist eine Waffe!

„Widerstand Bischofswerda“ scheitert an sich selbst

PM

Als sich am Samstag, dem 07.05.2016, die asyl- und islamfeindliche Initiative „Widerstand Bischofswerda“ zu ihrer „Informationsveranstaltung“ traf, hatten sich bereits 30 Gegendemonstrant*innen unter dem Motto „Schluss mit lustig – wir klären auf!“ auf der gegenüberliegenden Straßenseite versammelt, welche lautstark und entschlossen ihre Ablehnung der rechtspopulistischen Texte kundtaten.
Mit inhaltlichen Texten wurde das Ziel verfolgt den selbsternannten Widerständlern den Wind aus den Segeln zu nehmen und deren krude Thesen gegenüber den max. 30 Anhängern zu entkräften.

Die Informationsveranstaltung des Widerstandes wurde dabei von erheblichen technischen und organisatorischen Problemen geplagt, sei es mit dem permanent durch Wind gefährdeten Pavillon oder der über weite Strecken nicht funktionierenden Technik bis zum zuletzt verspäteten Beginn. Aufgrund der geringen Anzahl an Teilnehmenden verzichteten die Organisatoren auf ihren stark beworbenen Spaziergang und brachen ihre inzwischen nahezu leere Veranstaltung ab.

Am Ende bleibt lediglich Stehen, dass die selbsternannten Widerständler nahezu keinerlei
Mobilisierungspotenzial besitzen und sich selbst vermutlich nicht ernst nehmen können.

Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Kein friedliches Ostern für Bautzen?!

Nachdem zuletzt „Der Widerstand/ Bautzen bewegt sich“ seine Demonstration auf Grund unzureichender Teilnehmer*innen absagen musste, plant an diesem Samstag, den 26.03.2016, die rassistische Initiative „Bautzen steht auf“ erneut eine „Großdemonstration“ durch Bautzen. Unter dem Motto „Vereint sind wir stark“ sind zahlreiche bekannte Redner*innen der neo-nazistischen Szene eingeladen. Dabei werden sie tatkräftig von „Thügida/ Wir lieben Sachsen“ unterstützt, wobei mit zahlreichen angereisten Neo-Nazis und Nazistischen Hooligans zu rechnen ist.

Da das Mobilisierungspotenzial, welches zuletzt verloren gegangen war, nur aus den ansässigen rechten Sportgruppen bestand, wird erneut unter dem Deckmantel einer vermeintlich friedlichen Bürgerbewegung geworben, um den „besorgten Bürger“ auf die Seite festgefahrener Rassist*innen und Hetzer*innen zu ziehen. Doch beim Blick hinter die Kulissen zeigt sich, dass es sich um offen rechts-radikale Kräfte handelt, welche am Ostersamstag durch Bautzen marscheiren wollen:
– von Ester Seitz, welche durch die radikale Abspaltung von Pegida „Widerstand Ost/West“ deutschlandweit als völkisch-nationalistische Hetzerin bekannt wurde,
– über Alexander Kurth, ehemaliges führendes Mitglied der NPD, nun Landesvorsitzender der Partei „Die Rechte“ und zuletzt Kuschelfreund von Daniela Stamm,
– bis zu Melanie Dittmer, mittlerweile ansässig in der „Identitären Bewegung“ und somit selbsternannte Intellektuelle der neuen extremen Rechten in Deutschland,
– und nicht zuletzt David Köckert, ebenfalls ehemaliger NPD-Funktionär und nun Initiator der extrem rechten Thügida-Bewegung.
Thügida wurde offiziell von Pegida als „Schwester“ abgewiesen, mit der Begründung sie wären zu radikal und bürgerlich nicht anschlussfähig. Das durchgehend rechte Publikum mit Bezügen in das verbotene „Blood&Honour“-Umfeld auf den hetzerischen Veranstaltungen in ganz Thüringen und mittlerweile Sachsen bestätigt dies.

Demonstrationen zu Ostern? Und das Ganze in Bautzen? In der sorbischen Hauptstadt der christlichen Lausitz?
Ist das euer Ernst? Nein verdammt! Das Problem heißt rassistische und faschistoide Kackscheiße!
Die gestörte Oster-Ruhe und auch das beschmutzte Heimatbild ist hier das kleinste Übel. Menschenfeindlicher und diskriminierender Hetze gilt es sich immer und überall entgegenzustellen! Dieser Hass ist beschämend entgegen der Unruhe zur Ostermesse. Wo bleibt der Aufschrei der Zivilgesellschaft?
Nach dem Brand der geplanten Flüchtlingsunterkunft am Husarenhof war das Entsetzen groß. Fast jede*r Bautzner*in übte sich danach in Abgrenzung und beteuerte, dass es doch kein rechtes Problem in ihrer Stadt gäbe. Doch nur wenige Wochen später spazieren eben diese geistigen Brandstifter erneut durch die Innenstadt und verbreiten ihren völkischen Hass. Grund dieses Problem anzugehen, sollte dabei nicht die vorgeschobene Religionsausübung sein, sondern der gesunde Menschenverstand gegen dieses braunen Rattenfänger. Dabei sollte Mensch sich weder verstecken, noch jammern und auch nicht das Problem aus der Innenstadt weg verschieben um den Frieden zu wahren.

Solche festgefahrenen Strukturen gilt es offen zu legen und zu bekämpfen. Ob laut auf Demonstrationen, kreativ auf diversen Veranstaltungen oder einfach konsequent im Alltag. Lasst uns das Problem gemeinsam angehen!

Solidarität ist eine Waffe im Kampf gegen braune Parolen! Lasst uns zusammen einstehen gegen menschenverachtende Hetze – egal wann und egal wo!

Bautzen bleibt bunt und solidarisch

Als am Freitag dem 18. März die rechte Gruppierung „Der Widerstand / Bautzen bewegt sich“ durch die Innenstadt marschieren wollte, setzten bis zu 150 Menschen in Bautzen ein Zeichen gegen die braunen Parolen der selbsternannten „besorgten Bürger“, deren Marsch, auf Grund zu geringer Teilnehmerzahl, nicht durchgeführt werden konnte. Hingegen unterstrich das breite Bündnis, unter anderem aus Geflüchteten, Pat*innen von „Bautzen bleibt bunt“ und vieler junger Menschen, das Motto „Unsere Solidarität gegen braune Parolen – Refugees Welcome!“ mit guter Stimmung, lauten Sprechchören, bunten Plakaten und Transparenten.

Gegen 18:30 sammelten sich die übrig gebliebenen, sichtbar aggressiven Neo-Nazis, auf dem Kornmarkt um die Teilnehmer*innen der Gegenkundgebung einzuschüchtern und legten es mit ihrem provokativen Auftreten auf eine Eskalation an. Die Polizei war mit der Lage anfangs sichtlich überfordert, zog danach aber schnell zusätzliche Kräfte zusammen um den Menschen, welche für ein weltoffenes Bautzen Gesicht zeigten, eine sichere Abreise zu ermöglichen. Was den selbsternannten Widerstand angeht bleibt lediglich fest zu halten, dass seine gewollte bürgerliche Fassade endgültig in sich zusammen gefallen ist und dass eine Kundgebung oder gar ein Marsch durch Bautzen nur mit massiver Unterstützung anderer rassistischer Gruppen aus Sachsen möglich ist.

Bautzen stellt sich quer – Siamo tutti antifascisti!

Kundgebung am 18.03.2016

Die Angst geht um in Bautzen.
Übergriffe auf Geflüchtete, Drohungen gegen engagierte Menschen, Häuser gehen in Flammen auf und der jubelnde braune Mob steht grölend dabei, an der brennenden Flüchtlingsunterkunft des Husarenhofs – welche eigentlich als Heimat für viele Hilfesuchende geplant war. Das Hetzen der geistigen Brandstifter geht weiter.
Am Freitag will die rechte gewaltbereite Gruppierung „Der Widerstand / Bautzen bewegt sich“ erneut vom Hauptmarkt aus ihre hasserfüllte und nationalistische Botschaft verbreiten.
Deshalb kommt alle zur Kundgebung „Unsere Solidarität gegen braune Parolen – Refugees Welcome!“ am

Freitag, 18.03.2016, um 17:30 Uhr  auf dem Kornmarkt (vor dem Museum).

Wir werden ihren Parolen im Pegida-Stil lautstarken Widerspruch geben. Und ihrem Versuch brennende Flüchtlingsunterkünfte zu Verklären engagierten Widerstand leisten.

Unsere Solidarität gegen braune Parolen – Refugees Welcome!

Übergriffe auf Geflüchtete, Bedrohung von engagierten Menschen bis hin zu Angriffen und nicht zu Letzt ein jubelnder brauner Mob an der brennenden (geplanten) Flüchtlingsunterkunft am Husarenhof – Doch das Hetzen der geistigen Brandstifter nimmt kein Ende.
Am nächsten Freitag, den 18.03.2016 um 18 Uhr, will „Der Widerstand / Bautzen bewegt sich“ erneut Hass gegen jegliche Andersdenkende durch die Straßen tragen. Mit dem Motto „Sicherheit & Freiheit, anstatt aufgezwungener Toleranz“ und den überregional bekannten Rednern rassistischer „Bürgerbewegungen“ zeigt sich die Ablehnung des unerwünschten Fremden und das Schüren von Ängsten mittels purem Rassismus. Parolen im typischen Pegida-Jargon bis zum Stilisieren brennender Flüchtlingsunterkünfte als Zeichen des Widerstands können wir nicht unwidersprochen lassen.

Wir stellen uns erneut entschlossen entgegen!

Bautzen hat ein Nazi-Problem! – Und das nicht erst seit gestern, da hilft auch kein Aufpolieren des angekratzten Stadt-Images. Es sind organisierte Neonazis, welche mit platten Parolen den Schulterschluss mit „besorgten Bürgern“ suchen, um ihre Basis zu erweitern. Es sind geistige Brandstifter, welche durch ihre Propaganda und Demonstrationen die praktizierenden Brandstifter bestärken und anspornen.
Doch wir halten zusammen gegen jegliche Menschenfeindlichkeit, Diskriminierung und Einschüchterungsversuche; wir stehen für ein solidarisches Miteinander ohne Rassismus, Faschismus und nationalistische Abschottung!

Am Freitag wird es eine Kundgebung gegen die intolerante, neurechte Wort- und Raumergreifung geben um dem Protest entschlossen und laut Ausdruck zu verleihen.
Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen. Haltet euch auf dem Laufenden.

Unsere Solidarität gegen braune Parolen – Refugees Welcome!

Auch 2016 Demonstrationen – erneute Eskalation in Bautzen

15-01-2016
Hiermit wollen wir euch eine kurze Zusammenfassung zu den Geschehnissen rund um die Demonstrationen am Wochenende des 15./16. Januars 2016 liefern:

Trotz der kurzfristigen Mobilisation und des kalten Wetters waren wir sehr erfreut zu sehen, dass sich unbeeindruckt der aufgebauten Drohkulisse von Seiten der Bautzener Nazis ca. 50 Antifaschist_innen am Freitagabend einfanden, um Gesicht gegen Rechts zu zeigen. Vielen Dank an euch Alle für den lautstarken, entschlossenen und kreativen Protest. Wir werden rassistische und rechte Hetze niemals dulden – Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Dem Aufruf der rassistischen Initiativen um „Der Widerstand/ Bautzen bewegt sich“ folgten rund 350 Menschen unter dem Deckmantel „besorgter Bürger_innen“. Nicht zu verkennen war hierbei jedoch der große Anteil an Demonstrant_innen aus dem Hooligan-Spektrum, welche durch szenetypische Sprechchöre und Aggressivität auffielen. Das vor allem junge und sportliche Klientel versuchte bereits aus der Demonstration heraus unsere Kundgebung zu attackieren, was nur durch das Eingreifen der Einsatzkräfte vor Ort verhindert werden konnte. Der Schleier einer bürgerlichen Bewegung, welche sich selbst gern als friedlich darstellt, ist damit endgültig gefallen. Die sonst als Aushängeschild fungierenden Kader der Partei „Die Rechte“ befanden sich wohl in Vorbereitung auf den Trauermarsch am nächsten Tag in Magdeburg (Bild1Bild2Bild3, Bild4) und erschienen nur kurz am Rande, um Abseits der rechten Demonstration zu provozieren. Nach Auflösung unserer Kundgebung wurde trotz der hohen Polizei-Präsenz erneut versucht abreisende Demonstrationsteilnehmer_innen anzugreifen. Nach diversen Beschimpfungen konnten die anstürmenden Angreifer jedoch gestoppt werden. Die darauf folgenden Hass-Postings auf den einschlägigen Propaganda-Seiten sind gestellt und entlarven einmal mehr, mit welch stumpfen Mitteln politisch Andersdenkende in Bautzen denunziert werden.

Gleich am nächsten Tag fand in Bautzens Innenstadt eine Veranstaltung der Initiative „Widerstand Ost/ West e.V.“ statt. Parallel dazu lud das Bündnis „Bautzen bleibt bunt – Budyšin wostanje pisany“ zu einer Informationsveranstaltung bezüglich einer neuen Unterkunft für Geflüchtete am Husarenhof in Bautzen ein. Aufgrund definitorischer Schwierigkeiten in Bezug auf den Status der angemeldeten Informationsveranstaltung sah der Landkreis keinen Grund von Beginn an Polizeischutz zu leisten. Kurz nach dem Aufbau der Tische mit dem Informationsmaterial überfiel eine Gruppe Nazis die Menschen der Initiative „Bautzen bleibt bunt – Budyšin wostanje pisany“, rissen die Tische um, zerstörten Flyer und Broschüren und beschimpften die Anwesenden mit bekannter Nazi-Rhetorik. Die daraufhin alarmierte Polizei sah es nicht als ihre Aufgabe, die in der Nähe befindliche Ansammlung von ca. 20 pöbelnden Nazis des Platzes zu verweisen, geschweige denn, deren Personalien festzustellen. Einzig das besonnene Auftreten der hinzugekommenen, aufgeklärten Menschen, sowie die Anwesenheit des Oberbürgermeisters Alexander Ahrens konnten Schlimmeres verhindern. Personen kamen an diesem Tag glücklicherweise nicht zu Schaden.

Bautzen bleibt auch 2016 ein Hotspot rechten Terrors, in dem Rassismus, Intoleranz und Gewalt an der Tagesordnung sind. Jene Bürger_innen und Initiativen, die mit Leib und Seele tagtäglich großes Engagement für ein weltoffenes, soziales und tolerantes Miteinander aufbringen, werden versucht, von den Nazis mit allen Mitteln eingeschüchtert und bekämpft zu werden. Jedoch gilt es genau jene Initiativen und jenes Engagement viel stärker als bisher zu unterstützen und zu fördern, gleichsam muss sich die schweigende bürgerliche Mitte Bautzens entscheiden, ob sie weiterhin den Schulterschluss mit Rechtspopulisten und gestandenen Nazis sucht oder endlich klare Position bezieht.

Nazis entgegenstellen! Refugees welcome!

Kundgebung und Informationsveranstaltung am 15./16.01.2016

Hier die letzten Infos für die Gegenveranstaltungen zu den rechten Aufmärschen (für Infos siehe letzter Beitrag) in der Bautzner Innenstadt am Wochenende:


Freitag, 15.01.2016, Protestkundgebung ab 18 Uhr auf dem Kornmarkt (vor dem Museum)

Es gibt am Freitag ab 18 Uhr eine angemeldete Kundgebung um gemeinsam laut und kreativ den Protest gegen die rassistische Hetze zum Ausdruck zu bringen. Wir haben uns dafür ein paar neue Ideen einfallen lassen, lasst euch überraschen. Also bringt eure Freunde mit und lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus, Intoleranz und neurechte Ideologie setzen! Trillerpfeifen, Plakate, Fahnen und dergleichen sind natürlich gern gesehen (beachtet die üblichen Demonstrations-Auflagen).

Passt bitte wie immer bei der An- und Abreise auf euch auf, lasst euch nicht provozieren und schließt euch am besten in Gruppen zusammen. Wir sehen uns auf der Straße!

Siamo tutti antifascisti!


Samstag, 16.01.2016, Informationsveranstaltung von 14 – 16 Uhr am Käthe-Kollwitz-Platz

Das Bündnis „Bautzen bleibt bunt – Budyšin wostanje pisany“ veranstaltet am Samstag Nachmittag ein Infostand am Husarenhof um mit den Anwohner_innen und interessierten Menschen ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen aus der gelebten Hilfe für Flüchtlinge auszutauschen. Am Husarenhof soll eine neue Unterkunft für Flüchtlinge entstehen, gegen welche besorgte Rassist_innen mit Vorurteilen und falschen Informationen hetzen und demonstrieren.

Gern könnt ihr die Menschen dort unterstützen, in dem ihr zum Beispiel etwas Selbstgebackenes für alle mitbringt oder euch an Gesprächen beteiligt, mit euren eigenen Erfahrungen oder auch euren Fragen an die engagierten Menschen von „Bautzen bleibt bunt – Budyšin wostanje pisany“.

Say it loud, say it clear – Refugees are welcome here!

 

Erneut rassistische Aufmärsche in Bautzen

Rassismus, Intoleranz und neurechte Ideologie nicht unkommentiert geschehen lassen!

Am Freitag, den 15.01.2016, trifft sich zum zweiten Mal das neugegründete Bündnis aus altbekannten Hetzern (unter anderem „Der Widerstand“, „Bautzen bewegt sich“ und „Neues Bautzen“,…) um 18 Uhr am Hauptmarkt. Als Redner tritt unter anderem Nicos Chawales auf, welcher bereits seit geraumer Zeit Organisationsmitglied bei zahlreichen rassistischen „Bürgerbewegungen“ im Großraum Ostsachsen ist. Gleich am darauffolgenden Samstag, den 16.01.2016, trifft sich der „Widerstand Ost/West e.V. Bautzen“ an selber Stelle. Redner wird hierbei die deutschlandweit bekannte neonazistische Ester Seitz sein. Beide Initiativen wollen ihre hetzerischen Parolen bei einem Demonstrationszug durch die Innenstadt kundtun und beziehen sich dabei explizit auf die geplante Asylbewerberunterkunft am Husarenhof.

Dies können wir so nicht stehen lassen! Wir werden euch einen kreativen Protest, möglichst in Sichtweite ermöglichen.

Genauere Informationen dazu folgen in den nächsten Tagen. Haltet euch auf dem Laufenden.

Siamo tutti antifascisti!

Letzte Infos für heute!

Update:
Die EA-Nummer (Ermittlungsausschuss aus Dresden) lautet: 0351 899 604 56


 

Heute heißt es wieder: Alle auf nach Bautzen!
Damit alle sicher da ankommen und eine gemeinsame laute, bunte und kraftvolle Demonstration stattfinden kann, hier noch ein paar Hinweise.

Schließt euch in Gruppen zusammen und achtet aufeinander! Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich rechte Sportgruppen in der Stadt aufhalten. Gebt diesen keine Angriffspunkte und trennt euch nicht auf, nur gemeinsam können wir auch dem standhalten.

Meldet uns Kuriositäten, Auffälligkeiten, verbale (Mord-)drohungen und gewaltvolle Übergriffe. Schreibt euch den Ort und die Zeit und Personenbeschreibungen und – auffälligkeiten auf.
Achtet ebenso auf Fotografen der Nazis am Rande der Demonstration und weist Ordner*innen und/oder Polizei darauf hin.

Zieht euch warm an (15°C, leichte Regenwahrscheinlichkeit, drücken wir die Daumen!), bringt euch etwas zu trinken mit (natürlich keine Glasflaschen) und vergesst sämtliche Trillerpfeifen, bunte Transpis und Plakate nicht, um unseren Protest gegen den braunen Mob auch zum Ausdruck zu bringen.

Für die An- und Abreise gilt natürlich die gleiche Vorsicht! Reist bitte nicht mit dem Zug an! Wenn ihr noch Restkarten für die Busse abgreifen möchtet, seid bitte zeitig genug am Treffpunkt. Abfahrt aus Leipzig ist pünktlich 12:00 Uhr und aus Dresden pünktlich 12:45 Uhr. Für die Abfahrtszeiten und -orte in Bautzen achtet bitte vor Ort auf die Lautsprecher-Durchsagen.

Für alle nochmal die Eckdaten in Bautzen:

Auftaktkundgebungsort der Demonstration „Wočiń woči! Unsere Stadt – Unsere Regeln # MENSCHLICH – WELTOFFEN – TOLERANT“ ist ab 14:00 Uhr der Rathenauplatz Bautzen (direkt gegenüber des Bahnhofs). Von dort startet dann eine Demonstration durch die Stadt bis zum Holzmarkt. Aktionskarten zum Ausdrucken findet ihr unten, es werden auch welche bei der Demonstration verteilt.

Den Ticker erreicht ihr via Twitter unter @bautzenquer oder @bautzenbunt . Auch dort findet ihr ab sofort nochmal die wichtigsten Informationen.

Die EA-Nummer (Ermittlungsausschuss aus Dresden) lautet: 0351 899 604 56
Nutzt diese bitte sinnvoll und nicht als Info-Telefon.

Wir freuen uns auf euch und eine entschlossene Demonstration!
Kein Platz den Nazis – weder hier noch sonstwo!
Refugees welcome!

Aktionskarte Bautzen 07.11.2015